porky Case Study – Art Directors Club Deutschland

Automatisierte Produktion avedition/Art Directors Club für Deutschland (ADC) e.V. Jahrbücher 2010 – 2014

InDesign Produktiv-Erweiterung „porky“ ermöglicht Produktion und Sicherheit.

Screen Shot 2015-02-17 at 11.23.08

Die Adobe InDesign Erweiterung „porky“ ermöglicht mit Web-Technologien die automatisierte Produktion von Layouts in höchster Qualität. Mit porky/Adobe InDesign automatisiert erstellte Layouts bleiben komplett editierbar.

Ergebnis

  • zentrale Datenpflege sorgt für einheitlich strukturierte Daten
  • individuelle Programmierung aller Abläufe mit JavaScript
  • direkter Datenbank-Austausch mit InDesign
  • kürzere Produktionszeit durch Automatisierung
  • Produktionssicherheit durch Automatisierung
  • Zukunftssicher weil Open Source und skalierbar

Szenario

Eine Adobe InDesign Workstation mit installierter porky JavaScript Erweiterung, eine SQL Datenbank.

Herausforderung

  • Übernahme aller Text- und Bildinformationen aus einem Web-API
  • Automatisierter Aufbau von individuell gestalteten InDesign Layout Dokumenten
  • Automatisierte Anwendung logisch-typografischer Formatierung zwischen
    Objekten innerhalb des Layouts
  • Dokumente müssen editierbar bleiben
  • sehr kurzes Produktionszeitfenster

IMG_3664

„Mit porky sind wir in der Lage, unsere InDesign Prozesse zu automatisieren
und die Erstellung von Layouts kontrolliert ­ablaufen zu lassen. Und das auch bei
vielen hundert Seiten Umfang, Mehrsprachigkeit und mehreren tausend Bildern.“

Dipl.-Ing. (FH) Oliver Grünberg, Schreiber & Freunde GmbH

Vom Bedarf, beliebige Datenquellen/APIs anzuzapfen

Alles liegt mittlerweile in Datenbanken, doch nicht alles kann dort wieder heraus. Da der Übergang ­zwischen Datenbanken und Ausgabe-Einheiten oft vernachlässigt wird, liegen Informationen häufig in hermetisch abgeriegelten Systemen, ohne dass Daten über Schnittstellen zur Verfügung gestellt werden. Da ist das Nadelöhr in der Datenausgabe vorprogrammiert. Und konnte man das noch jahrelang durch manuelle Fleißarbeit ausgleichen, so geht das heute nicht mehr. Zu groß ist die Datenflut und zu kurz sind die ­Zeiträume, die für das verlässliche Abrufen und Visualisieren der Daten zur Verfügung stehen. Um diese komplexen Anforderungen erfüllen zu können, haben wir eine Datenbankschnittstelle zu ­Adobe ­InDesign entwickelt: „porky“. Adobe InDesign ist ein tolles Produkt und verfügt bereits über eine JavaScript Schnittstelle zum Automati­sieren. Was liegt also näher, als die bestehende Schnittstelle um ­Datenquellen-Funktionalitäten (SQL, XML, JSON) und eine sinnvolle Funktionsbibliothek für alltägliche Aufgaben zu erweitern?

Screen Shot 2015-02-17 at 11.28.551

Ansicht der Datenquelle im Valentina Studio SQL Editor.

Entspannung im Lektorat

Ziel war es, die sehr umfangreiche Datenbank sicher im Layout abbilden zu können. Bei einer ­solchen ­Datenflut hatte Produktions­sicherheit oberste Priorität. Die Datenbank wurde aus InDesign via porky/­­JavaScript direkt abgefragt und die Layoutseiten automatisiert aufgebaut. Das bedingte eine Bild­auswahl von ca. 2500 ­Abbildungen, die auf 500 Seiten Inhalt verteilt werden sollten, ein dynamisches Inhaltsverzeichnis, die kumulierte Darstellung des Inhalts bei mehreren Auszeichnungen, zweisprachige Umsetzung inklusive länderspezifischer typografischer Auszeichnung. Hörte sich nach Arbeit für das Lektorat an. Mit porky konnten wir garantieren, dass alles am richtigen Platz stand – genauso wie es in der Datenquelle angelegt war inklusive richtiger typografischer Auszeichnung mit Zeichen- und Absatz­stilen. Und die Herausforderung, Texte aufgrund logischer Bedingungen zur Laufzeit unterschiedlich zu formatieren, konnten wir mit porky/JavaScript locker annehmen.

Zeit ist relativ – kurz

Quasi als Abfallprodukt der Automatisierung ist dabei der Zeitvorteil bei der Layouterstellung ­entstanden: der Rohsatz für 500 Seiten war in 20 Minuten durch und der Weg frei für die feintypografische Über­arbeitung. Danach ging der Weg weiter in den Druck und könnte mit den selben Daten auch digital via Adobe DPS (Digital Publishing Suite) weiter gehen.

Screen Shot 2015-02-17 at 14.23.04

Einen kleinen Einblick in das aktuellste Werk gibt es bei avedition und beim ADC.

porky – warum noch?

Ende 2014 haben wir uns dazu entschieden, porky als Open Source Produkt unter www.porky.io zu veröffent­lichen. Das hat den unschlagbaren Vorteil, dass der komplette Source Code öffentlich ist und global von fähigen Entwicklern weiterentwickelt werden kann. Sinnvolle Erweiterungen ­können parallel programmiert und in das Produkt integriert werden. porky steht jedem als funktionierendes Produkt frei zur Verfügung. Alle Erweiterungen und Dienstleistungen sowie die komplette ­Planung und Programmierung Ihres Workflows übernehmen wir von Schreiber & Freunde gerne.

Kontakt

Schreiber & Freunde GmbH
Heilbronner Straße 11
74172 Neckarsulm

www.schreiber-freunde.de
anfrage@schreiber-freunde.de